An der Hochschule München führt der primärqualifizierende, duale Bachelorstudiengang Angewandte Pflegewissenschaft zur EHT-Befähigung. Der Studiengang umfasst 210 ECTS über sieben Semester und mündet in drei Ergebnissen zugleich: dem akademischen Grad, der Berufszulassung als Pflegefachperson und der Befugnis zur eigenverantwortlichen Ausübung erweiterter heilkundlicher Tätigkeiten.
Die heilkundlichen Kompetenzen sind über das gesamte Studium verteilt, mit Schwerpunkten ab dem vierten Semester (Kommunikation und Beratung, intra- und interprofessionelles Handeln, medizinisch-psychologische Grundlagen, Praxisbegleitung) und münden in vier Kompetenzbereichen: Grundlagen (professionelles Rollenverständnis, Abgrenzung von Delegation und eigenverantwortlicher Heilkunde, Infusionstherapie und Injektionen), Diabetes mellitus, chronische Wunden und Demenz. Insgesamt sind dafür 630 Stunden Praxiseinsatz vorgesehen.
Die EHT-Kompetenzen werden als eigener, dreiteiliger Strang der staatlichen Prüfung geprüft:
- eine schriftliche Aufsichtsarbeit
- eine praktische Prüfung an realen Patientinnen und Patienten im Arbeitsfeld sowie ein mündliches Prüfungsgespräch. Besonderheit gegenüber der übrigen Pflegeausbildung: Im Prüfungsausschuss müssen zusätzlich zwei ärztliche Fachprüferinnen oder Fachprüfer mitwirken. Ein Masterweg zur EHT existiert derzeit nicht, das BEEP regelt die Kompetenz ausschließlich auf Bachelor-Niveau; eine gesonderte Regelung für weiterführende Kompetenzen (Advanced Practice Nursing) ist in Vorbereitung, aber noch nicht in Kraft.
Zugang zum Studiengang: reguläre Immatrikulation zum Wintersemester, zusätzlich Gesundheitszeugnis und Führungszeugnis. Für Bewerberinnen und Bewerber ohne einschlägige Berufsausbildung ist ein Ausbildungsvertrag mit einem Praxispartner der Hochschule erforderlich. Wer bereits eine Pflegeausbildung abgeschlossen hat, kann verkürzt einsteigen, in der Regel ins dritte Semester. Der heilkundliche Kompetenzerwerb ist dabei nicht abwählbar.
Theorie & Praxiszeiten speziell für die EHT